Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW
Projektbeschreibung
Recherche und historische Aufarbeitung
Zwischen 1950 und 1990 wurden Kinder millionenfach in sogenannte Kinderkurheime zur Erholung verschickt. Allein 1,8 Millionen aus und nach Nordrhein-Westfalen. Viele Verschickungskinder kehrten traumatisiert aus den Heimen zurück. Der Betroffenen-Verein “Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW e. V.” setzt sich für die Aufarbeitung dieser Vorkommnisse ein.
Wer sich für Geschichte interessiert und gerne recherchiert, kann sich bei uns im Bereich der historischen Aufarbeitung der Kinderverschickungen engagieren.
Mögliche Tätigkeiten sind:
- Recherche zu ehemaligen Kinderkurheimen und Verschickungsorten
- Suche nach historischen Dokumenten, Akten und Zeitungsberichten
- Sichtung und Einordnung vorhandener Unterlagen
- Recherchen in Archiven und anderen Einrichtungen
- Dokumentation und Aufbereitung von Rechercheergebnissen
Das Engagement kann je nach Aufgabe flexibel und teilweise von zu Hause aus erfolgen. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Entscheidend sind Interesse an historischen Zusammenhängen und Freude an sorgfältiger Recherchearbeit.
Veranstaltungen und Begegnungstage
Unsere Veranstaltungen schaffen Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben. Wer gerne organisiert und mit Menschen zusammenkommt, kann sich in diesem Bereich einbringen.
Mögliche Tätigkeiten sind:
- Mitgestaltung von Begegnungstagen und Veranstaltungen
- Vorbereitung und Gestaltung der Veranstaltungsräume
- Begrüßung und Begleitung von Gästen
- Unterstützung bei einzelnen Programmpunkten
- organisatorische Aufgaben vor Ort
- Mitwirkung beim Auf- und Abbau
Das Engagement ist überwiegend projekt- und veranstaltungsbezogen und bietet viele Möglichkeiten, eigene Fähigkeiten und Ideen einzubringen.
Öffentlichkeitsarbeit und digitale Kommunikation
Öffentlichkeitsarbeit trägt dazu bei, die Geschichte der Kinderverschickungen und die Erfahrungen der Betroffenen sichtbar zu machen. In diesem Bereich können unterschiedliche kreative und digitale Fähigkeiten eingebracht werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Mitgestaltung von Beiträgen für soziale Medien
- Verfassen und Bearbeiten von Texten
- Aufbereitung von Fotos und Informationen
- Mitwirkung an Newslettern
- Unterstützung bei der Internetpräsenz
- Dokumentation von Veranstaltungen und Projekten
Viele dieser Tätigkeiten lassen sich zeitlich flexibel und ortsunabhängig gestalten.
Zeitzeugenarbeit und persönliche Erinnerungen
Die persönlichen Geschichten ehemaliger Verschickungskinder sind ein wichtiger Bestandteil der Aufarbeitung. Ein dauerhaftes Engagement ist deshalb auch im Bereich der Zeitzeugen- und Erinnerungsarbeit möglich.
Dazu können gehören:
- Vorbereitung und Begleitung von Zeitzeugengesprächen
- Mitwirkung bei Interviews
- Verschriftlichung und Dokumentation persönlicher Erinnerungen
- Strukturierung biografischer Informationen
- Aufbereitung von Zeitzeugenberichten für Archive, Ausstellungen und Forschungsprojekte
Besonders wichtig sind dabei Einfühlungsvermögen, Verlässlichkeit und ein respektvoller Umgang mit persönlichen und teilweise belastenden Erinnerungen.
Begegnung und Selbsthilfe
Der persönliche Austausch mit anderen Betroffenen kann eine wichtige Erfahrung sein. Deshalb bieten sich auch im Bereich Begegnung und Selbsthilfe Möglichkeiten für freiwilliges Engagement.
Dazu können gehören:
- Mitgestaltung von Austauschformaten
- Organisation und Vorbereitung von Treffen
- Begleitung von Online- und Präsenzangeboten
- Unterstützung bei regionalen Vernetzungsangeboten
- Mitwirkung bei der Gestaltung eines wertschätzenden und geschützten Rahmens
Im Mittelpunkt stehen Begegnung auf Augenhöhe, gegenseitiger Respekt und Gemeinschaft. Das freiwillige Engagement ersetzt keine therapeutische oder professionelle Beratung.
Ausstellungen und Erinnerungskultur
Ausstellungen und Erinnerungsorte machen die Geschichte der Kinderverschickungen dauerhaft sichtbar. Wer sich für Erinnerungskultur, Geschichte oder kreative Projektarbeit interessiert, kann sich in diesem Bereich engagieren.
Mögliche Tätigkeiten sind:
- Mitwirkung an Ausstellungsprojekten
- Sichtung und Beschreibung von Fotos, Dokumenten und Exponaten
- Gestaltung und Aufbereitung von Ausstellungsmaterialien
- Begleitung von Ausstellungen und Veranstaltungen
- Mitwirkung an Projekten für Gedenktafeln, Skulpturen und andere Erinnerungsorte
- Dokumentation bestehender Erinnerungsorte
Das Engagement verbindet historische Aufarbeitung mit aktiver Erinnerungskultur und kann sowohl projektbezogen als auch längerfristig erfolgen.
| Einsatzort | Keine PLZ angegeben Ortsunabhaengig |
|---|---|
| Tätigkeit | Öffentlichkeitsarbeit |
| Kategorie | Gesundheit + Krankheit |
Kontakt
Herr Detlef Lichtrauter
Parkstr. 13
47661 Issum